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Lago Maggiore und Allgäu 9.2019

Lago Maggiore und Allgäu 9.2019 published on Keine Kommentare zu Lago Maggiore und Allgäu 9.2019

Am Sonntag, dem 8.9.2019 fuhren wir von Overath los um zu unserer 1. Zwischenstation Bad Säckingen zu kommen. Das Wetter wechselte zwischen diesig, bedeckt und heftigen Regengüssen. Mit 2 Pausen erreichten wir gegen 14 Uhr Bad Säckingen.

Der Stellplatz in Bad Säckingen liegt sehr zentral, nur wenige Schritte vom Rhein entfernt. die Stellplatzgebühr beträgt 13 Euro pro Tag und beinhaltet auch den Stromverbrauch und die Kurtaxe. Alle Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten sind vorhanden.
Der einzige Störfaktor sind die ab 6 Uhr morgens ankommenden Pkw’s, die durch das Fahren über den Schotterboden und das Türschlagen etwas Lärm verursachen.
Über einen Fußweg an den Parkplätzen und den zwischen Parkplatz und Rhein liegenden Kleingärten vorbei kommt man zum Rhein und hat sofort die alte Holzbrücke im Blick, die von Back Säckingen nach Stein in der Schweiz führt. Die Brücke ist zwar video überwacht, einen Zollbeamten haben wir nicht gesehen.

In Bad Säckingen blieben wir bis Dienstag morgen. Die nachfolgenden Bilder zeigen einiges von Bad Säckingen.

Nach einem kurzen Besuch der Schweiz gingen wir wieder zurück in die Stadt. Wir fotografierten das was unserer Meinung nach sehenswert ist und fuhren am nächsten Tag weiter Richtung Schweiz.

Dienstag morgen ging es weiter Richtung Basel und auf der Autobahn in die Schweiz. Am Zoll wurden wir direkt durch gewunken. Jetzt fingen aber auch die Probleme an. Das Handy funktionierte nicht mehr und wir hatten dementsprechend keine Navigation. Wir mussten uns auf eine alte Straßenkarte und die Wegweiser verlassen. Solange wir auf der Autobahn waren, war das kein Problem. Wir hatten aber die Absicht am Urner See auf einem Wohnmobilstellplatz zu übernachten. Also ging es hinter Luzern von der Autobahn runter Richtung Isletten. Leider war der Ort danach nicht mehr ausgeschildert und auch nicht auf der Karte zu finden. Nach einigem Suchen kamen wir dann doch noch dahin.

Der Platz enttäuschte auf ganzer Linie. Man sollte pro Stunde 1,5 Euro bezahlen und hatte dafür nichts. Weder Ver- und Entsorgung noch Strom noch einen Blick in schöne Landschaft. Man stand auf einem geschotterten Gelände hinter ein paar Büschen, von einer Felswand und einem Betriebshof umrahmt. Gott sei Dank hatte ich nur einen Parkschein für 2 Stunden gelöst. Sowie wir aus unseren Vorräten etwas gegessen hatten fuhren wir wieder auf die Autobahn. Was ich auf dieser Strecke vermisst habe, waren Möglichkeiten zum Anhalten um Fotos von der Schweizer Bergwelt zu machen. Es ging aber durch sehr viele Tunnel, der längste davon war der Gotthardt-Tunnel mit ca. 17 km.

Erst als wir in Locarno am Lago Maggiore angekommen waren, suchten wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit und fanden die beim Camping Delta. Für die Übernachtung mit Kurtaxe und Strom zahlten wir rund 55 Euro. Der Kurs wurde auf dem Campingplatz 1 zu 1 gerechnet. Egal, wir konnten erst mal ausruhen und dann am nächsten Tag weitersehen.

Kurz hinter Ascona verliessen wir dann die Schweiz und waren in Italien. Die von mir im Vorfeld herausgesuchten Wohnmobilplätze z.B. in Verbania waren entweder nicht vorhanden oder sehr ungünstig gelegen.
Wir fuhren weiter am See entlang bis Lesa-Solcio. Der Campingplatz in Solcio lag direkt am See, hatte ein gutes Restaurant und bot auch sonst alles was wir brauchten. Wir konnten uns einen Platz aussuchen und wählten einen Platz mit etwas Aussicht auf den See.
Der Ortsteil Solcio gehört nicht zu den touristischen Hochburgen, ist dafür aber ruhig. Nach einer kurzen Runde durch den Ort entschieden wir uns für einen Aufenthalt von 5 Tagen. Das Wetter war herrlich, ca. 28 – 30 Grad und man konnte sogar im See schwimmen gehen bei einer Wassertemperatur von etwa 23°.

Montags ging es dann weiter. Wir wollten auf die andere Seite des See’s. Hier hatte ich bereits eine Vorauswahl getroffen, die dann auch tatsächlich stimmte. Germignaga hatte einen sehr schön gelegenen Stellplatz direkt am Lago Maggiore und angrenzend an einen Park, in dem es auch ein Restaurant gab.

Wir blieben bis zum nächsten Morgen und fuhren dann wieder zurück. Diesmal aber nicht durch den Gotthard-Tunnel sondern durch den San- Bernhardino-Tunnel. Auf dieser Strecke bekam man deutlich mehr von den Alpen zu sehen.

Eine Übernachtung in der Schweiz ersparten wir uns, machten aber am Parkplatz Heidiland Rast.

Nachdem wir etwas gegessen hatten, fuhren wir über Bregenz und Lindau auf den Stellplatz in Scheidegg. Hierhin wollten wir ja auch schon im Mai, hatten das Vorhaben aber auf Grund des winterlichen und nassen Wetters abgebrochen. Der Stellplatz liegt direkt beim Kurhaus und etwa 20 Gehminuten vom Skywalk Scheidegg entfernt. Den wollte ich gerne sehen. Wir machten uns also zu Fuß auf den Weg. Es dauerte doch etwas länger, aber das Erlebnis war die Anstrengung wert.

Der Skywalk ist ein Aussichtsturm, den man auch mit einem Aufzug bewältigen kann. Von der oberen Plattform gehen mehrere Abzweigungen durch die Baumwipfel. An einem Ende kann man mit einer Rutsche bis nach unten kommen, wir nahmen aber den normalen Weg, der sanft nach unten bis zum Erdboden führt. Drum herum gibt es viele Möglichkeiten zum Wandern, auch an Spielplätze für Kinder wurde gedacht. Wer nach Scheidegg fährt, sollte sich das nicht entgehen lassen.

Von Scheidegg aus fuhren wir am nächsten Tag nach Oberstaufen zum Stellplatz Scheiblis. Dies ist ein Ortsteil von Oberstaufen, mit dem einzigen Wohnmobilstellplatz. Oberstaufen ist ca. 3 km auf einem anderen Berg entfernt. Das war uns zu anstrengend. Wir blieben also in Scheiblis und fanden den Weg zur Talstation der Imbergbahn. Wir fuhren auf den Berg hoch, tranken uns noch einen Kaffee bzw. ein Bier in dem Bergrestaurant und fuhren dann wieder herunter.

Am nächsten Morgen fuhren wir bereits recht früh los, zunächst nach Schwangau um uns Schloss Neuschwanstein anzusehen. kurz vor 10 waren wir am Schalter um die Eintrittskarten zu lösen. Hier mussten wir uns in eine Schlange einreihen (anstellen ) und hatten eine Wartezeit von fast 1 Stunde. Nachdem wir endlich die Karten erhielten, es war gegen 11 Uhr, konnten wir an der Führung um 12:15 teilnehmen. Bei einem angegebenen Fußweg von ca. 20 -30 Minuten genügend Zeit um zu Fuß den Weg zum Schloss zu gehen. Es ging immer mit einer Steigung von um die 8 ° bergauf. Mit einigen Pausen waren wir dann gegen 11:45 oben. Es war bereits eine Menge los. Jede Führung, die alle 5 Minuten losging, wurde mit einer Nr. angezeigt die auch auf der Karte eingedruckt war. Unsere Nr. wurde exakt um 12:15 an der Tafel angezeigt und die Führung ging endlich los.

Durch einen langen Gang entlang wurde die Zimmer der Dienerschaft gezeigt. Anschließend die Lebensräume König Ludwigs und der Thronsaal. Leider durften keine Fotos gemacht werden. Nach der Besichtigung der Küche kam man in die Verkaufsabteilung wo man sich mit allem möglich „König Ludwig Tinnef“eindecken konnte. Damit war die Führung vorbei. Jetzt kann man denken was man will über den etwas verrückten König Ludwig, aber mit diesem Schloss hat er der Gemeinde Schongau eine einmalige Einnahmequelle durch den Tourismus geschaffen. Jedes Jahr werden wohl doch einige Millionen Menschen durch das Schloss geführt.

Zur Übernachtung fuhren wir auf den Wohnmobilstellplatz beim Campingbedarf in Füssen.

Füssen hat eine sehr schöne Altstadt, die wir uns am Nachmittag ansahen. Nach einer Pause an einem der vielen Cafe’s gingen wir noch zur Burg hinauf um die Aussicht über die Stadt zu geniessen. Wir wollten auch noch über den Wehrgang gehen, was aber wieder zusätzliches Eintrittsgeld bedeutet hätte. Da sich die Aussicht dadurch nicht verändert hätte, haben wir darauf verzichtet und sind dann langsam wieder zu unserem Wohnmobil zurück.

Unser nächstes Ziel war die Wieskirche. Die wollten wir uns unbedingt noch anschauen. Schon am frühen Morgen fuhren wir los und waren gegen 9:30 Uhr dort. lediglich ein Wohnmobil stand auf dem Parkplatz, so konnten wir ungestört die Kirche ansehen.

Als wir zu unserem Wohnmobil zurückkamen, waren bereits einige japanische Reisegruppen unterwegs zur Kirche. Es standen bereits 4 Reisebusse auf dem Parkplatz und bevor wir wegfuhren kamen noch 3 weitere hinzu.

Unser nächstes und auch letztes Ziel war dann der Forgensee. Wir suchten uns einen kleinen Campingplatz mit Restauration in Rieden-Roßhaupt aus, der auch einen Stellplatz davor bot. Leider war das Restaurant wegen Personalmangel geschlossen. Dennoch blieben wir hier die restlichen 2 Tage und fuhren dann Sonntags wieder nach Overath zurück.

Wir hatten 14 Tage lang traumhaftes Wetter und waren zum ersten Mal mit dem Wohnmobil im Ausland. Außerdem konnten wir unsere lang ersehnte Tour durch das Allgäu machen. Nächstes Jahr möchten wir die Reise fortsetzen ins Werdenfelser- und Berchtesgardener-Land.

Kurztrip nach Lahnstein und Zell 6.2019

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Wir wollten nochmal einige Tage wegfahren. Als Ziel hatte ich mir Haltern am See ausgesucht. Einige Tage ausspannen mit Sicht auf den See. Nachdem meine Frau sich über Google Maps den Platz angesehen hat, meinte Sie das hier kaum ein Platz mit Seeblick zu bekommen ist.

Lahnstein

Wir haben uns dann umentschieden und sind nach Lahnstein zum Stellplatz am Kränchen gefahren. Es ist von uns nur etwa 100 km entfernt und in einer guten Stunde waren wir in Lahnstein.

Der Stellplatz liegt sehr gut an der Mündung der Lahn in den Rhein. Der Blick vom Stellplatz zum Schloß Stolzenfels ist wunderschön.

Hier wollten wir 3 Tage bleiben. Unterhalb des Stellplatzes waren Arbeiter damit beschäftigt etwas aufzubauen. Zunächst vermuteten wir ein Baustelle für den Fahrradweg.

Nachdem wir unser Wohnmobil abgestellt hatten, gingen wir durch den Ort um ein Lokal oder einen Imbiss zu finden. Das erste Lokal hatte die Küche wegen Krankheit geschlossen. Beim nächsten Lokal stand ein Schild im Fenster „zu vermieten“. Das Lokal „Wirtshaus an der Lahn“ betrieb nur noch Zimmervermietung. Wir gingen über die Brücke und wollten zur Touristeninfo. In Höhe des Kaufhauses Global erkundigten wir uns nochmal nach dem Weg und hatten dann den Eindruck das es noch ziemlich weit zur Info war. Inzwischen hatten wir aber doch ziemlichen Hunger. Kurz entschlossen gingen wir in das Globus-Restaurant. Frisch gestärkt gingen wir zum Wohnmobil zurück. Unterwegs sahen wir ein Schild auf dem für Samstag ab 18 Uhr für eine Veranstaltung „Farbenrausch“ geworben wurde. Später erfuhren wir, dass am Freitagabend ebenfalls eine Veranstaltung stattfindet mit den Hits der 90er Jahre. Das ist im Grunde genommen eine Musik die ich mag. Deshalb überlegten wir erst einmal zu bleiben. Aber dann wurden die Lautsprecher und die Anlage getestet. Wir standen in einer Entfernung von etwa 80 – 100 m von der Bühne entfernt. Die Bässe wummerten so stark, dass selbst unser Wohnmobil zitterte. Nach etwa einer Stunde dieser Hörproben waren wir bedient und beschlossenen am nächsten Tag weiter zu fahren an die Mosel. Da wir einen Stellplatz immer nur für die erste Nacht ausprobieren, ist das kein Verlust.

Unsere Nachbarn hatten bereits die Stellplatzgebühren für 3 Tage bezahlt. Als wir dann am Freitagmorgen die Flucht ergriffen, waren die auch am packen, haben lieber auf die bereits bezahlten Stellplatzgebühren verzichtet, und sind gefahren. Später traffen wir in Zell an der Mosel noch einige Wohnmobilisten , die ebenfalls In Lahnstein gestanden haben und vor dem Ohrenterror geflohen sind.

Ich habe nichts dagegen, dass solche Veranstaltungen stattfinden. Es gibt ja auch Menschen die solche Veranstaltungen lieben. Vor 40 Jahren hätten wir vielleicht auch dazugehört. Aber warum wird im Veranstaltungskalender nicht darauf hingewiesen. Warum wird an der Einfahrt zum Stellplatz nicht auch ein Plakat für diese Veranstaltung aufgehangen. Nach längerem suchen haben wir die beiden Veranstaltungen im Veranstaltungskalender für Koblenz gefunden.

Zell an der Mosel

Wir fuhren an der Mosel entlang bis nach Zell und dort auf den Wohnmobilstellplatz am Schwimmbad. Die anderen Wohnmobilstellplätze lagen an der Mosel entlang, hatten aber keine V/E und keine Stromanschlüsse. Im Schwimmbad-Restaurant wollten wir essen gehen, öffnete aber erst um 14.00 Uhr. Samstags und Sonntags ist das Restaurant bereits ab 11 Uhr geöffnet. Wir machten uns im Wohnmobil etwas zu essen und gingen am nächsten Tag ins Restaurant. Wir machten es uns im und am Wohnmobil gemütlich und fuhren am Sonntag wieder nach Hause.

Frühjahrstour Radolfzell, Nördlingen, usw. 4/5.2019

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Unsere Planung für unsere Frühjahrstour war – grob umrissen – ein paar Tage am Bodensee, über die Schweizer Seite nach Scheidegg und dann weiter durchs Allgäu zu den Königsschlössern bis zum Ammersee und dann mit einigen Zwischenstationen bis nach Hause. Dafür wollten wir uns 14 Tage Zeit nehmen.

Radolfzell

Wir fuhren über die A 3 und die A81 nach Radolfzell, der Stellplatz lag nur wenige Minuten vom Bodensee entfernt. Allerdings war die Beschaffenheit des Bodens so, dass er sich bei Regen in eine ziemliche Matschfläche verwandelte. Schon auf der Hinfahrt hatten wir es mit heftigen Regenschauern und sogar einer kräftigen Graupelschauer auf der A 81 zu tun, bei der Ankunft gegen 15:00 Uhr in Radolfzell war es aber trocken.

Stellplatz in Radolfzell

Der Stellplatz ist auf dem hinteren Teil eines Großpark-platzes angelegt, wobei der vordere Teil für die Pkw’s geteert war, für die Wohnmobile war wohl die Investition für einen sauberen Platz nicht mehr möglich. Es gab jedoch genügend Stromsäulen sowie eine Sanitärstation zum Entsorgen. Hier konnte auch Wasser nachgetankt werden.
Ein neuer Stellplatz soll auf der Halbinsel Mettnau bis Ende Juli gebaut sein.

Mein erster Weg führte dann an den Bodensee, der jedoch nur eingeschränkt zugänglich ist. Wassersport- Segelclubs und andere Firmen teilen sich hier das Seeufer.

Am nächsten Morgen erkundeten wir die Stadt und gingen dann Mittags noch etwas essen. Wir fanden in der Fußgängerzone ein Lokal namens „Liesele“. Hier saß man sehr gemütlich und konnte auch gut essen.

Anschliessend gingen wir noch durch die Stadt. Es wurde aber zunehmend kälter und am frühen Nachmittag gingen wir zum Wohnmobil zurück.

Wir schauten uns dann die Wettervorhersagen an und hatten den Plan auf der Schweizer Seite bis nach Bregenz zu fahren. Der einzige Campingplatz der telefonisch zu erreichen war, hatte wegen eines Events leider keinen Platz frei und alle anderen Campingplätze in Bregenz waren laut Internet noch geschlossen und telefonisch nicht erreichbar.

Kressbronn

Also blieben wir auf der deutschen Seite und fuhren nach Hagnau zum Campingplatz. Nach einer kurzen Runde, die wir dort gedreht haben um uns den Platz ein wenig anzusehen – der Betreiber war erst um 13:00 Uhr zurück – verließen wir den Platz, da er uns nicht gefiel und fuhren weiter nach Kressbronn-Tunau auf den Stellplatz wo wir schon vor zwei Jahren waren.

Hier blieben wir auch bei strahlendem Sonnenschein über den 1. Mai hinweg. Zum Mittag gingen wir die 2 km nach Kressbronn und kehrten wieder bei der Pizzeria, die direkt an der Landungsbrücke liegt ein.

Nach einem Rundgang durch die Stadt ging es wieder zurück zum Wohnmobil. Gegen Abend spazierten wir zum nahen Campingplatz Gohren. Im Supermarkt kauften wir noch ein paar Brötchen ein und gingen bis zum Bodensee. Am Kiesstrand entlang führte uns der Weg wieder zurück zum Wohnmobilstellplatz.

Am nächsten Tag trübte das Wetter wieder ein und es wurde wieder kälter. In den Wetternachrichten wurde die weiteren Aussichten für das Allgäu mit Regen und Schnee am Wochenende vorausgesagt.

Genauso hatten wir es vor 2 Jahren erlebt. Das Allgäu will uns nicht; also ändern wir unsere Tour, lassen den Bodensee und das Allgäu zurück und fahren weiter in nördlicher Richtung.

Laupheim

Unterwegs, auf der Suche nach einem Aldi kamen wir nach Laupheim.
Die Stadt liegt am Rande der Schwäbischen Alb, verkehrsgünstig zwischen Ulm und Bodensee und ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Biberach.
Hier beschlossen wir zu übernachten.
Der Stellplatz war klein und nur ein einziger Platz erlaubte Satelittenempfang (höhere Wohnmobile oder größere Satelittenantennen mögen auch auf den anderen Plätzen funktionieren). Der Stellplatz liegt direkt neben einer Kirche, hinter dem Schloss. Direkt daneben ist die Kirche. Die Kirchturmuhr schlug jede ¼ Stunde lautstark an. Um ¼ nach, 3 Glocken (bim bam bong) um ½ das ganze 2 mal, um ¾ 3 mal und zu jeder Stunde 4 mal, plus die Stundenzahl von 2 Glocken hintereinander. Das Ganze leider auch nachts. Ganz schön nervig.

Dennoch war es ein annehmbares Städtchen mit einem schönen Marktplatz. Meine Frau wollte wegen des sich abzeichnenden schlechten Wetters auf dem Stellplatz bleiben aber ich hatte von der Nacht genug und wollte weiterfahren.

Nördlingen

Der Regen kam pünktlich wie angekündigt und wir fuhren im Regen weiter nach Nördlingen. Hier wurde das Wetter bereits besser, es regnete nicht mehr, im Gegenteil, ab und zu bekam man auch die Sonne zu sehen.

Der Stellplatz in Nördlingen

Der Stellplatz liegt am Rande des Städtchens auf einem Großparkplatz hinter der Stadtmauer. Hinter dem Stellplatz verläuft die Bahntrasse ( nicht wirklich störend) und ein Einkaufszentrum befand sich in der Nähe hinter der Bahntrasse und war vom Stellplatz aus fußläufig in 5 Minuten zu erreichen.

Die Altstadt von Nördlingen ist fast kreisrund gebaut und von der alten Stadtmauer umgeben. Diese ist bis auf wenige Meter – wo Sanierungsarbeiten stattfinden – begehbar. Man kommt – auch wenn es regnet oder schneit trocken um die Stadt herum.
Wir haben es ausprobiert.
Aber die kurze Schneeschauer war bald vorbei und wir konnten uns an den beiden Tagen auch die Stadt ansehen. Vor der Stadtmauer gibt es teilweise einen Aussenwall. Die Grundstücke dazwischen sind häufig als Garten oder Spielplatz bzw. Freizeitgelände angelegt.

Am Marktplatz sind wir dann in einem italienischen Lokal essen gewesen. Auf unserem Weg dort hin kamen wir auch am Rathaus mit seiner imposanten Außentreppe vorbei.

Für geologisch interessierte ist das Riesmuseum interessant wo die Entstehung des Ries durch einen Meteoriteneinschlag geschildert und mit diversen Gesteinsfunden belegt wird. Außerdem hatte hier eine Apollo Besatzung für die Mondlandung  trainiert. Als Dankeschön hat die NASA ein Mondgestein zur Verfügung gestellt, was auch im Museum ausgestellt ist.

Samstag und Sonntag blieben wir in Nördlingen und nutzten den etwas verregneten Samstag für Einkäufe im nahen Einkaufszentrum, stöberten noch in den verschiedenen Geschäften und nahmen uns als Mittagessen noch ein paar Scheiben frisch gemachten Leberkäs mit. Am nächsten Tag besserte sich das Wetter zusehends und wir konnten nochmal einen schönen Tag in Nördlingen verleben.

Dinkelsbühl

Montags fuhren wir dann weiter mit dem Ziel Rothenburg. Aber unterwegs machten wir dann doch noch einen Zwischenstopp in Dinkelsbühl.

Wir schauten uns noch einmal die Stadt an, die wir vor über 40 Jahren schon einmal besucht hatten. Leider war das Wetter wieder sehr gemischt. Es regnete häufiger und dazu wehte auch ein kalter Wind, der uns in ein Café trieb. Nach dem Regenschauer kam dann die Sonne wieder hervor und man konnte sich doch noch das Städtchen ansehen ohne gleich zu erfrieren.

Bei vielen Häusern waren Schilder angebracht, die auf das jetzige oder ursprüngliche Geschäft aufmerksam machten.

Auf dem Rückweg zum Wohnmobil nahmen wir uns noch ein paar Teilchen mit.

Am Nachmittag gingen wir nochmal durch die Stadt und vor allem an der Stadtmauer entlang. Auch ‚Dinkelsbühl ist von einer Stadtmauer umgeben die aber nicht begehbar ist. Lediglich zu bestimmten Zeiten kann man diverse Türme der Stadtmauer besichtigen.

Auf unserem Weg fiel uns auch ein Gebäude auf, das Kinderzech- und Zeughaus.

Bevor die nächste Regenschauer einsetzte gingen wir an der Stadtmauer zurück zu unserem Wohnmobil. Hier kamen wir noch an einem Museum vorbei, welches im Freigelände eine Ausstellung von Plastiken hatte, die aus einem bestimmten Blickwinkel 3-dimensionale Figuren vortäuschte, die aber in der Realität unmöglich wären.

Der Wohnmobilstellplatz liegt direkt neben einer Hauptstraße und auch direkt neben einem Friedhof. Daher war es morgens gegen 7 bereits vorbei mit der Nachtruhe. Der Verkehr auf der Hauptstraße war doch sehr laut. Außerdem waren städtische Arbeiter mit einem Bagger angerückt und fuhren damit lautstark über den Stellplatz. Also Zeit zum Aufstehen.

Rothenburg

Wir machten uns fertig und fuhren weiter nach Rothenburg. In unserer Erinnerung war Rothenburg im Vergleich zu Dinkelsbühl die schönere Stadt. Aber die Meinung mussten wir revidieren.

Die Städte sind völlig anders. Dinkelsbühl relativ flach, Rothenburg dagegen liegt auf einer Anhöhe und wenn man durch die Stadt läuft,  geht es immer bergauf oder bergab.

Es gibt mehrere Stellplätze in Rothenburg. Wir wählten den in den Bensenstraße, als P2 bezeichnet. Der Stellplatz bietet genügend Platz, man braucht nicht unbedingt zu kuscheln. Leider ist auch hier die Nachtruhe am frühen Morgen zu Ende.

Der Verkehr auf der Hauptstraße, die direkt unter dem Stellplatz vorbeiführt, ist extrem laut, bedingt durch die ampelgesteuerte Kreuzung.

Wir gingen vom Stellplatz durch die Wehranlage in die Stadt. An viele Dinge konnten wir uns noch erinnern. Dieses ständige auf und ab der Straßen hatten wir aber nicht mehr gewusst. Es war Mittagszeit und wir suchten uns ein Lokal am Marktplatz aus. Das Lokal war gut besucht und wir hatten dadurch bereits auf eine gute Küche gehofft. Das Essen hat aber enttäuscht. Es war vergleichsweise teuer und sowohl von der Zubereitung als auch vom Geschmack her mittelmäßig (halt Touristenabfertigung). Nach dem Mittagessen gingen wir weiter durch die Stadt bis zum Burggarten. Von hier hat man eine schöne Aussicht über das Taubertal.

Während unseres Stadtrundgangs fanden wir auch das Geschäft von Käthe Wohlfahrt mit den ganzen Weihnachtsartikeln. Als Beispiel für den gesamten Schmuck der im Geschäft angeboten wird, habe ich ein Foto dieses wunderschön geschmückten Tannenbaums gemacht.

Am späten Abend wurde die Wehranlage angeleuchtet und so konnte man vor der Abreise noch ein sehr schönes Bild bekommen.

Campingplatz Main Spessart

Der nächste Tag war wieder sehr nass. Es regnete in Strömen und wir hatten uns als Ziel einen kleinen Campingplatz am Main ausgesucht um zu duschen und ein wenig zu faulenzen. Nach der Anmeldung fuhren wir auf den Durchfahrtplatz und waren zunächst ganz alleine. Gegen Abend waren aber noch einige Wohnwagengespanne auf diesem Durchfahrtplatz eingetroffen.

Lorch

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter in den Odenwald nach Lindenfels. Hier wollten wir noch eine Nacht bleiben. Der Stellplatz war durch den vielen Regen aber sozusagen unbewohnbar. Deshalb fuhren wir noch weiter bis nach Lorch an der Bergstraße.

Der Stellplatz war zwar auch nur ein Schotterplatz aber zumindest noch begehbar ohne sich direkt völlig einzusauen. Neben dem Stellplatz weideten ein paar Rinder, wovon ein Tier riesige Hörner hatte. Wie wir am nächsten Tag erfuhren handelt es sich um einen Teil eines Projektes um alten Rinderrassen zurück zu züchten.

Es war noch trocken, deshalb gingen wir noch in die Innenstadt zum Mittagessen. Unser Ziel war das Brauhaus. kurz vor Erreichen fing es an zu regnen. Beim Brauhaus bekamen wir Spätzle mit Frühlingszwiebeln und Lachsstücken serviert. Es war köstlich. Dazu noch ein schmackhaftes Pils, da war der Regen erst einmal egal. Leider war des Wetter aber so, dass man keine Lust hatte, sich das Städtchen weiter anzusehen. Also zurück ins Wohnmobil und faulenzen, lesen und ein wenig fernsehen. Freitagmorgen kamen 2 Personen des Ordnungsamtes die Parkscheine kontrollieren. Ich war zufällig draußen und kam mit dem Herrn ins Gespräch. Er erzählte uns einiges über Lorch und die nähere Umgebung. Von ihm erfuhren wir auch die Sache mit der Rückzüchtung der Rinder. Der Herr meinte, dass man noch in Lorch bleiben sollte, das Wetter würde sich jetzt bessern und Lorch wäre auch eine sehr interessante Stadt. Das Wetter wurde wirklich besser, aber wir mussten weiter um zum Wochenende wegen Muttertag in der Eifel zu sein.

Um nicht so weit zu fahren, machten wir noch eine Zwischenstation von Freitag auf Samstag in Mendig um in der beim Stellplatz liegenden Brauerei noch zu essen. Schweinefilet Medaillons mit Pilzen auf gebratenen Spätzle, eine meiner Lieblingsspeisen; hervorragend.
Der Stellplatz ist grundsätzlich kostenlos, lediglich Strom und Wasser muß bezahlt werden.
Samstag und Sonntag verbrachten wir dann in unserer zweiten Heimat in Daun in der Eifel und fuhren dann Abends nach Hause.
Schade das diesmal das Wetter nicht so berauschend war, wir haben aber dennoch viel gesehen und konnten die Stadtbesichtigungen fast immer bei trockenem Wetter teilweise sogar mit Sonnenschein machen. Es war wieder einmal eine schöne Tour quer durch Deutschland.

Bad-Hönningen 21.3.2019

Bad-Hönningen 21.3.2019 published on Keine Kommentare zu Bad-Hönningen 21.3.2019

Nachdem wir das tolle Wetter im Februar nicht nutzen konnten, haben wir uns in der letzten Woche entschlossen kurzfristig, zumindest für ein paar Tage wegzufahren. Es muss ja nicht weit sein, Hauptsache Campingluft schnuppern. Als Ziel hatten wir uns den Campingplatz Bad-Hönningen ausgesucht.

Von uns aus sind es etwa 70 km bis dorthin also in gut einer Stunde gemütlich zu schaffen.
Der Platz liegt direkt am Rhein und bietet für Dauercamper und Kurzentschlossene wie wir genügend Plätze. Als wir ankamen, war es aber doch nicht so einfach einen Platz für uns unmittelbar am Rhein zu finden. Bis Gestern noch führte der Rhein Hochwasser und hatte die Stellplätze im Uferbereich überflutet. Die Mitarbeiter waren noch mit der Reinigung der Plätze beschäftigt, aber dennoch ließ sich ein Platz direkt am Rhein für uns finden.

Am Nachmittag waren die Plätze schon alle wieder in Ordnung gebracht und es kamen dann auch schon mehrere Wohnmobile an die Uferplätze.



Wir machten es uns erst einmal gemütlich, setzten uns ein wenig in die Sonne und beobachteten die vielen vorbeifahrenden Schiffe.

Am gegenüberliegenden Ufer liegt Bad Breisig. Mit der Fähre, die nur 300 m (laut Plan) vom Campingplatz entfernt ist, konnte man rüberfahren. Hier herrschte auch reger Betrieb, insbesondere zum Feierabend hin.

Am späteren Nachmittag gingen wir dann ins Städtchen. Die Fußgängerzone wird gesäumt von vielen leerstehenden Geschäften, die teilweise als Ausstellungsfläche für Bilder dienten. Am Ende der Fußgängerzone gingen wir dann runter zum Rhein. Hier gibt es eine große Parkanlage zwischen Rhein und den ersten Häusern. Hier fanden wir auch ein Café, mit Außenbewirtung. Wir bestellten uns 2 Cappuccino und einen leckeren Eierlikörbecher,  saßen dabei herrlich in der Sonne und schauten den Arbeitern beim Beseitigen des Hochwassermülls zu. Nachdem wir alles verzehrt und gezahlt hatten, gingen wir zum Campingplatz zurück. Direkt neben dem Campingplatz liegt die Cristal Therme. Die bietet das ganze Wellness-Programm an (Schwimmen, Saunen, Massieren usw.) Wer Spaß daran hat, sollte sich die Eintrittskarten in der Campinganmeldung holen, da gibt es div. Vergünstigungen.

Bei dem herrlichen Sonnenschein stellten wir die Stühle vor unser Mobil und genossen die Sonne noch bis zum Abend.

Sonnenuntergang über Bad Breissig

In einigen Berichten, die ich vorher schon im Internet gelesen hatte, beklagte man sich über die Lautstärke der vorbeifahrenden Schiffe und der gegenüberliegenden Bahnlinie. Meine Meinung ist, wenn man an den Rhein fährt, muss man damit rechnen das Schiffe vorbeifahren. Die in Richtung Köln fahrenden Schiffe sind aber kaum zu hören. Lediglich die Richtung Koblenz, also rheinaufwärts fahrenden Schiffe sind recht deutlich wahrnehmbar. Aber das muss man in Kauf nehmen. Man kann auch nicht duschen und sich hinterher wundern, dass man nass geworden ist. Also Fazit ist: Uns hat es nicht gestört und wir haben wunderbar geschlafen.

Am nächsten Tag gingen wir zum Mittagessen in die Stadt. Wir hatten beim gestrigen Rundgang eine recht ansprechende Pizzeria gesehen und haben uns dort auch hingesetzt. Es war so warm, dass man gemütlich draußen sitzen konnte.

Anschließend gingen wir weiter zum Schloss Ahrensburg.

Wir hatten die Hoffnung, dass man dort für den Nachmittag noch sitzen könnte und Eis oder Kuchen bzw. Kaffee bekäme. Das war aber leider ein Trugschluss. Man konnte zwar in den Vorhof des Schlosses gehen und auch durch ein Tor zu den Weinbergen kommen, aber das Schloss selbst war wegen Renovierung geschlossen. Im Schloss soll die Außenstelle des Standesamtes Bad-Hönningen sein. So vermittelt es ein Schild am Eingang. Da der Ort an sich kaum Sehenswertes bietet,  gingen wir wieder zurück und legten uns am Wohnmobil faul in die Sonne.

Am nächsten Tag ging es dann weiter in unsere 2. Heimat Daun.

Wir haben 2 sonnige Tage am Rhein verbracht. Solche Tage wird es noch häufiger geben und wir haben uns fest vorgenommen, öfter für ein paar Tage wegzufahren.