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Frühjahrstour 2019

Frühjahrstour 2019 published on Keine Kommentare zu Frühjahrstour 2019

Unsere Planung für unsere Frühjahrstour war – grob umrissen – ein paar Tage am Bodensee, über die Schweizer Seite nach Scheidegg und dann weiter durchs Allgäu zu den Königsschlössern bis zum Ammersee und dann mit einigen Zwischenstationen bis nach Hause. Dafür wollten wir uns 14 Tage Zeit nehmen.

Radolfzell

Wir fuhren über die A 3 und die A81 nach Radolfzell, der Stellplatz lag nur wenige Minuten vom Bodensee entfernt. Allerdings war die Beschaffenheit des Bodens so, dass er sich bei Regen in eine ziemliche Matschfläche verwandelte. Schon auf der Hinfahrt hatten wir es mit heftigen Regenschauern und sogar einer kräftigen Graupelschauer auf der A 81 zu tun, bei der Ankunft gegen 15:00 Uhr in Radolfzell war es aber trocken.

Stellplatz in Radolfzell

Der Stellplatz ist auf dem hinteren Teil eines Großpark-platzes angelegt, wobei der vordere Teil für die Pkw’s geteert war, für die Wohnmobile war wohl die Investition für einen sauberen Platz nicht mehr möglich. Es gab jedoch genügend Stromsäulen sowie eine Sanitärstation zum Entsorgen. Hier konnte auch Wasser nachgetankt werden.
Ein neuer Stellplatz soll auf der Halbinsel Mettnau bis Ende Juli gebaut sein.

Mein erster Weg führte dann an den Bodensee, der jedoch nur eingeschränkt zugänglich ist. Wassersport- Segelclubs und andere Firmen teilen sich hier das Seeufer.

Am nächsten Morgen erkundeten wir die Stadt und gingen dann Mittags noch etwas essen. Wir fanden in der Fußgängerzone ein Lokal namens „Liesele“. Hier saß man sehr gemütlich und konnte auch gut essen.

Anschliessend gingen wir noch durch die Stadt. Es wurde aber zunehmend kälter und am frühen Nachmittag gingen wir zum Wohnmobil zurück.

Wir schauten uns dann die Wettervorhersagen an und hatten den Plan auf der Schweizer Seite bis nach Bregenz zu fahren. Der einzige Campingplatz der telefonisch zu erreichen war, hatte wegen eines Events leider keinen Platz frei und alle anderen Campingplätze in Bregenz waren laut Internet noch geschlossen und telefonisch nicht erreichbar.

Kressbronn

Also blieben wir auf der deutschen Seite und fuhren nach Hagnau zum Campingplatz. Nach einer kurzen Runde, die wir dort gedreht haben um uns den Platz ein wenig anzusehen – der Betreiber war erst um 13:00 Uhr zurück – verließen wir den Platz, da er uns nicht gefiel und fuhren weiter nach Kressbronn-Tunau auf den Stellplatz wo wir schon vor zwei Jahren waren.

Hier blieben wir auch bei strahlendem Sonnenschein über den 1. Mai hinweg. Zum Mittag gingen wir die 2 km nach Kressbronn und kehrten wieder bei der Pizzeria, die direkt an der Landungsbrücke liegt ein.

Nach einem Rundgang durch die Stadt ging es wieder zurück zum Wohnmobil. Gegen Abend spazierten wir zum nahen Campingplatz Gohren. Im Supermarkt kauften wir noch ein paar Brötchen ein und gingen bis zum Bodensee. Am Kiesstrand entlang führte uns der Weg wieder zurück zum Wohnmobilstellplatz.

Am nächsten Tag trübte das Wetter wieder ein und es wurde wieder kälter. In den Wetternachrichten wurde die weiteren Aussichten für das Allgäu mit Regen und Schnee am Wochenende vorausgesagt.

Genauso hatten wir es vor 2 Jahren erlebt. Das Allgäu will uns nicht; also ändern wir unsere Tour, lassen den Bodensee und das Allgäu zurück und fahren weiter in nördlicher Richtung.

Laupheim

Unterwegs, auf der Suche nach einem Aldi kamen wir nach Laupheim.
Die Stadt liegt am Rande der Schwäbischen Alb, verkehrsgünstig zwischen Ulm und Bodensee und ist die zweitgrößte Stadt im Landkreis Biberach.
Hier beschlossen wir zu übernachten.
Der Stellplatz war klein und nur ein einziger Platz erlaubte Satelittenempfang (höhere Wohnmobile oder größere Satelittenantennen mögen auch auf den anderen Plätzen funktionieren). Der Stellplatz liegt direkt neben einer Kirche, hinter dem Schloss. Direkt daneben ist die Kirche. Die Kirchturmuhr schlug jede ¼ Stunde lautstark an. Um ¼ nach, 3 Glocken (bim bam bong) um ½ das ganze 2 mal, um ¾ 3 mal und zu jeder Stunde 4 mal, plus die Stundenzahl von 2 Glocken hintereinander. Das Ganze leider auch nachts. Ganz schön nervig.

Dennoch war es ein annehmbares Städtchen mit einem schönen Marktplatz. Meine Frau wollte wegen des sich abzeichnenden schlechten Wetters auf dem Stellplatz bleiben aber ich hatte von der Nacht genug und wollte weiterfahren.

Nördlingen

Der Regen kam pünktlich wie angekündigt und wir fuhren im Regen weiter nach Nördlingen. Hier wurde das Wetter bereits besser, es regnete nicht mehr, im Gegenteil, ab und zu bekam man auch die Sonne zu sehen.

Der Stellplatz in Nördlingen

Der Stellplatz liegt am Rande des Städtchens auf einem Großparkplatz hinter der Stadtmauer. Hinter dem Stellplatz verläuft die Bahntrasse ( nicht wirklich störend) und ein Einkaufszentrum befand sich in der Nähe hinter der Bahntrasse und war vom Stellplatz aus fußläufig in 5 Minuten zu erreichen.

Die Altstadt von Nördlingen ist fast kreisrund gebaut und von der alten Stadtmauer umgeben. Diese ist bis auf wenige Meter – wo Sanierungsarbeiten stattfinden – begehbar. Man kommt – auch wenn es regnet oder schneit trocken um die Stadt herum.
Wir haben es ausprobiert.
Aber die kurze Schneeschauer war bald vorbei und wir konnten uns an den beiden Tagen auch die Stadt ansehen. Vor der Stadtmauer gibt es teilweise einen Aussenwall. Die Grundstücke dazwischen sind häufig als Garten oder Spielplatz bzw. Freizeitgelände angelegt.

Am Marktplatz sind wir dann in einem italienischen Lokal essen gewesen. Auf unserem Weg dort hin kamen wir auch am Rathaus mit seiner imposanten Außentreppe vorbei.

Für geologisch interessierte ist das Riesmuseum interessant wo die Entstehung des Ries durch einen Meteoriteneinschlag geschildert und mit diversen Gesteinsfunden belegt wird. Außerdem hatte hier eine Apollo Besatzung für die Mondlandung  trainiert. Als Dankeschön hat die NASA ein Mondgestein zur Verfügung gestellt, was auch im Museum ausgestellt ist.

Samstag und Sonntag blieben wir in Nördlingen und nutzten den etwas verregneten Samstag für Einkäufe im nahen Einkaufszentrum, stöberten noch in den verschiedenen Geschäften und nahmen uns als Mittagessen noch ein paar Scheiben frisch gemachten Leberkäs mit. Am nächsten Tag besserte sich das Wetter zusehends und wir konnten nochmal einen schönen Tag in Nördlingen verleben.

Dinkelsbühl

Montags fuhren wir dann weiter mit dem Ziel Rothenburg. Aber unterwegs machten wir dann doch noch einen Zwischenstopp in Dinkelsbühl.

Wir schauten uns noch einmal die Stadt an, die wir vor über 40 Jahren schon einmal besucht hatten. Leider war das Wetter wieder sehr gemischt. Es regnete häufiger und dazu wehte auch ein kalter Wind, der uns in ein Café trieb. Nach dem Regenschauer kam dann die Sonne wieder hervor und man konnte sich doch noch das Städtchen ansehen ohne gleich zu erfrieren.

Bei vielen Häusern waren Schilder angebracht, die auf das jetzige oder ursprüngliche Geschäft aufmerksam machten.

Auf dem Rückweg zum Wohnmobil nahmen wir uns noch ein paar Teilchen mit.

Am Nachmittag gingen wir nochmal durch die Stadt und vor allem an der Stadtmauer entlang. Auch ‚Dinkelsbühl ist von einer Stadtmauer umgeben die aber nicht begehbar ist. Lediglich zu bestimmten Zeiten kann man diverse Türme der Stadtmauer besichtigen.

Auf unserem Weg fiel uns auch ein Gebäude auf, das Kinderzech- und Zeughaus. Bevor die nächste Regenschauer einsetzte gingen wir an der Stadtmauer zurück zu unserem Wohnmobil. Hier kamen wir noch an einem Museum vorbei, welches im Freigelände eine Ausstellung von Plastiken hatte, die aus einem bestimmten Blickwinkel
3-dimensionale Figuren vortäuschte, die aber in der Realität unmöglich wären.

Der Wohnmobilstellplatz liegt direkt neben einer Hauptstraße und auch direkt neben einem Friedhof. Daher war es morgens gegen 7 bereits vorbei mit der Nachtruhe. Der Verkehr auf der Hauptstraße war doch sehr laut. Außerdem waren städtische Arbeiter mit einem Bagger angerückt und fuhren damit lautstark über den Stellplatz. Also Zeit zum Aufstehen.

Rothenburg

Wir machten uns fertig und fuhren weiter nach Rothenburg. In unserer Erinnerung war Rothenburg im Vergleich zu Dinkelsbühl die schönere Stadt. Aber die Meinung mussten wir revidieren.

Die Städte sind völlig anders. Dinkelsbühl relativ flach, Rothenburg dagegen liegt auf einer Anhöhe und wenn man durch die Stadt läuft,  geht es immer bergauf oder bergab.

Es gibt mehrere Stellplätze in Rothenburg. Wir wählten den in den Bensenstraße, als P2 bezeichnet. Der Stellplatz bietet genügend Platz, man braucht nicht unbedingt zu kuscheln. Leider ist auch hier die Nachtruhe am frühen Morgen zu Ende. Der Verkehr auf der Hauptstraße, die direkt unter dem Stellplatz vorbeiführt, ist extrem laut, bedingt durch die ampelgesteuerte Kreuzung.

Wir gingen vom Stellplatz durch die Wehranlage in die Stadt. An viele Dinge konnten wir uns noch erinnern. Dieses ständige auf und ab der Straßen hatten wir aber nicht mehr gewusst. Es war Mittagszeit und wir suchten uns ein Lokal am Marktplatz aus. Das Lokal war gut besucht und wir hatten dadurch bereits auf eine gute Küche gehofft. Das Essen hat aber enttäuscht. Es war vergleichsweise teuer und sowohl von der Zubereitung als auch vom Geschmack her mittelmäßig (halt Touristenabfertigung). Nach dem Mittagessen gingen wir weiter durch die Stadt bis zum Burggarten. Von hier hat man eine schöne Aussicht über das Taubertal.

Während unseres Stadtrundgangs fanden wir auch das Geschäft von Käthe Wohlfahrt mit den ganzen Weihnachtsartikeln. Als Beispiel für den gesamten Schmuck der im Geschäft angeboten wird, habe ich ein Foto dieses wunderschön geschmückten Tannenbaums gemacht.

Am späten Abend wurde die Wehranlage angeleuchtet und so konnte man vor der Abreise noch ein sehr schönes Bild bekommen.

Campingplatz Main Spessart

Der nächste Tag war wieder sehr nass. Es regnete in Strömen und wir hatten uns als Ziel einen kleinen Campingplatz am Main ausgesucht um zu duschen und ein wenig zu faulenzen. Nach der Anmeldung fuhren wir auf den Durchfahrtplatz und waren zunächst ganz alleine. Gegen Abend waren aber noch einige Wohnwagengespanne auf diesem Durchfahrtplatz eingetroffen.

Lorch

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter in den Odenwald nach Lindenfels. Hier wollten wir noch eine Nacht bleiben. Der Stellplatz war durch den vielen Regen aber sozusagen unbewohnbar. Deshalb fuhren wir noch weiter bis nach Lorch an der Bergstraße.

Der Stellplatz war zwar auch nur ein Schotterplatz aber zumindest noch begehbar ohne sich direkt völlig einzusauen. Neben dem Stellplatz weideten ein paar Rinder, wovon ein Tier riesige Hörner hatte. Wie wir am nächsten Tag erfuhren handelt es sich um einen Teil eines Projektes um alten Rinderrassen zurück zu züchten.

Es war noch trocken, deshalb gingen wir noch in die Innenstadt zum Mittagessen. Unser Ziel war das Brauhaus. kurz vor Erreichen fing es an zu regnen. Beim Brauhaus bekamen wir Spätzle mit Frühlingszwiebeln und Lachsstücken serviert. Es war köstlich. Dazu noch ein schmackhaftes Pils, da war der Regen erst einmal egal. Leider war des Wetter aber so, dass man keine Lust hatte, sich das Städtchen weiter anzusehen. Also zurück ins Wohnmobil und faulenzen, lesen und ein wenig fernsehen. Freitagmorgen kam 2 Personen des Ordnungsamtes die Parkscheine kontrollieren. Ich war zufällig draußen und kam mit dem Herrn ins Gespräch. Er erzählte uns einiges über Lorch und die nähere Umgebung. Von ihm erfuhren wir auch die Sache mit der Rückzüchtung der Rinder. Der Herr meinte, dass man noch in Lorch bleiben sollte, das Wetter würde sich jetzt bessern und Lorch wäre auch eine sehr interessante Stadt. Das Wetter wurde wirklich besser, aber wir mussten weiter um zum Wochenende wegen Muttertag in der Eifel zu sein.

Um nicht so weit zu fahren, machten wir noch eine Zwischenstation von Freitag auf Samstag um in der beim Stellplatz liegenden Brauerei noch zu essen. Schweinefilet Medaillons mit Pilzen auf gebratenen Spätzle, eine meiner Lieblingsspeisen; hervorragend.
Der Stellplatz ist grundsätzlich kostenlos, lediglich Strom und Wasser muß bezahlt werden.
Samstag und Sonntag verbrachten wir dann in unserer zweiten Heimat in Daun in der Eifel und fuhren dann Abends nach Hause.
Schade das diesmal das Wetter nicht so berauschend war, wir haben aber dennoch viel gesehen und konnten die Stadtbesichtigungen fast immer bei trockenem Wetter teilweise sogar mit Sonnenschein machen. Es war wieder einmal eine schöne Tour quer durch Deutschland.