Skip to content

Lacher See und Mendig Juli 2016

Lacher See und Mendig Juli 2016 published on Keine Kommentare zu Lacher See und Mendig Juli 2016

Donnerstagsmorgens gegen 9:00 Uhr fuhren wir los und waren bereits eine Stunde später auf dem Stellplatz in Mendig. Der Stellplatz liegt etwa 3 Gehminuten vom Lava-Dome entfernt und ist ein öffentlicher Parkplatz sowohl für PKW’s als auch für Wohnmobile.  Der Stellplatz ist gebührenfrei; es sind 12 Stroman-schlüsse (0,5 Euro pro KW) und eine V/E Station vorhanden. Wasser ist ebenfalls gegen Gebühr zu bekommen. Außer dem Besuch des Lava-Domes wollten wir auch die Führung
durch den Lavakeller mitmachen.

Wir gingen also kurz vor 13 Uhr zum Lava-Dome und lösten die Eintrittskarten als Kombikarte für Lava-Dome und Keller für 9.50 Euro pro Person. Vor Betreten der Kellergewölbe mußten wir uns noch mit einem Haarnetz und einem Helm ausstatten. Gut sahen wir aus.

Der Lava-Keller liegt  liegt etwa 32 m tief und umfasst eine Fläche von ca. 2,8 km². Für Besucher ist allerdings nur ein kleiner Teil zur Besichtigung freigegeben. Nachdem wir eine kleine Stahltür passiert hatten, führte eine steile Treppe hinab in den Keller. ca. 180 Stufen ging es in die Tiefe. Es war dunkel und feucht. Als Alternative zum Treppenabstieg gibt es auch einen Aufzug, damit auch Gehbehinderte die Möglichkeit zur Besichtigung haben. Unten angekommen standen wir in einem riesigen „Raum“. Hier eröffnet sich der knapp 3 km² großer Felsenkeller. Die Höhe kann ich nur schätzen; aber es sind bestimmt 10 m und stellenweise auch noch mehr. Die Felsenkeller entstanden durch den Abbau des Lavabasalts im Laufe der Jahrhunderte. Die Arbeitsbedingungen waren im Vergleich zu Heute katastrophal. Mit Meisel und Hammer wurden die Basaltblöcke geschlagen. Einzelne Säulen mussten stehen bleiben, damit die geschaffenen Hohlräume nicht zusammenbrachen. Die Decke, gebildet aus Basaltblöcken (Glocken genannt), mal viereckig mal unregelmäßig geformt, aber immer einzelne Blöcke, halten sich als waagerechte Decke nur durch die gegenseitige Spannung. Irgendwie wollte man sich nicht vorstellen as passiert wenn sich auch nur einer dieser Blöcke löst. 

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Felsenkeller aufgrund der stets gleichbleibenden Temperatur von 6 – 9 Grad von bis zu 28 Brauereien zur Bier-Lagerung genutzt. Als die Möglichkeit einer künstlichen Kühlung durch Herrn Linde erfunden wurde, ging die Nutzung dieser natürlichen „Kühlschränke“ zurück.

 

Natürlich wird die Sicherheit der Anlage durch regelmäßig stattfindende Prüfungen gewährleistet. Diese Basaltsäule zeigt einen senkrechten Riss. Dementsprechend wurde die Säule mit einem Eisenband erst einmal gesichert und um die Tragfähigkeit der Decke zu erhalten, daneben eine Steinmauer eingezogen.Hier ist die gemauerte Stützwand deutlich zu sehen. Nach etwa 1 1/2 Stunden kamen wir wieder an die Oberfläche. Die Besichtigung der Museumslay wollten wir am nächsten Tag vornehmen.
Wir gingen jetzt noch in den Lava-dome um uns diesen anzusehen. Sehr interessant ist die Computer animierte Show von 2 Vulkanausbrüchen. Erschrecken sollten man aber nicht, wenn unter einem plötzlich die Erde anfängt zu beben. Im Obergeschoß kann man sich über weitere Vulkanausbrüche, auch jüngerer Zeit, informieren.

Einen weiteren Besuch wert ist die „Wingertsbergwand“. Hierbei handelt es sich um eine bis zu 50 m hohe Gesteinsformation die durch den Ausbruch des Laacher-See Vulkans von ca. 13.000 Jahren entstand.

Eine Besichtigung dieser beiden Naturdenkmäler wollten wir noch auf dem Rückweg vom Laacher See am nächsten Tag vornehmen. Nach dem Besuch des Lave-Domes gingen wir noch ein wenig durch den Ort und kehrten dann auf dem Rückweg zum Stellplatz auf der Terrasse der Vulkanbrauerei ein. Hier konnte man gemütlich bei einem leckeren Bier sitzen. Anschließend kehrten wir zum Wohnmobil zurück, denn es stand die Übertragung des Halbfinalspiels Deutschland gegen Frankreich an. Leider hatte die deutsche Mannschaft keinen Spieler der aus den durchaus vorhandenen Torchancen einen Treffer landete. So kam es wie es kommen musste, Frankreich gewann 2 : 0 und steht damit im Finale.
Für Freitagnachmittag war ein Familientreffen angesagt, wobei auch meine Tochter mit Schwiegersohn und unseren beiden kleinen Enkeln kommen wollte. Eine genaue Zeitabsprache gab es nicht; wir hatten aber eigentlich mit dem Zeitpunkt ab ca. 15 Uhr gerechnet. Also fuhren wir am Freitagmorgen  noch an den Laacher See. Dieser ist ja nur 5 Minuten von Mendig entfernt

Wir hielten am Tages-Stellplatz des Klosters Maria-Laach. Für 5 Euro konnten wir den Wagen abstellen, eine Übernachtung ist auf diesem Platz aber untersagt. Dennoch trafen wir einen Wohnmobilisten, der uns erzählt hat, dass er bereits Abends nach dem Fußballspiel von Düsseldorf aus losgefahren und auf den Platz gefahren ist und hier übernachtet hat. Am nächsten Morgen hat der Parkwächter seine Gebühr von 5 Euro verlangt aber wegen der Übernachtung nichts gesagt

Von dem Weg gibt es nur 2 Zugangspunkte zum See, einmal der Bootsverleih und noch ein Rastplatz kurz vor dem Campingplatz. Hier ließen wir uns kurz nieder und genossen die Aussicht auf den See.  Vor dem Campingplatz ist ebenfalls ein Stellplatz für Wohnmobile (aber auch Parkplatz für PKW’s)vorhanden. Die Tageskarte für Wohnmobile kostet 5 Euro, 
will man hier übernachten, werden 12 Euro verlangt.

Wir gingen wieder am See zurück um uns noch die Kirche anzusehen. Dazu kam es leider nicht mehr denn wir mußten sofort weiterfahren um unsere Tochter mit Familie noch zu treffen. Denn diese waren bereits auf dem Weg und hatten sich für etwa 12 Uhr angekündigt. Also fuhren wir über die Autobahn weiter nach Daun, unserer 2. Heimat.
Die Wingertsbergwand, die Museumslay und die Umrundung des Laacher Sees mit Besichtigung der Kirche werden wir auf einen anderen Zeitpunkt verschieben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.