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Mosel Sept.23

Mosel Sept.23 published on

10.9.2023

Ab an die Mosel. Wieder ist Kinheim unser Ziel. Morgens gegen 09:30 fuhren wir in Overath los. Am Tag vorher hatten wir unser Wohnmobil bereits vollständig gepackt.

Der Wohnmobilstellplatz in Kinheim ist uns bereits von früheren Besuchen bekannt und wir fahren gerne zu diesem Platz weil man sich hier ziemlich frei hinstellen kann. Unsere Erwartung war, dass der Platz nicht übermäßig voll ist und wir uns einen schönen Platz direkt am Moselufer aussuchen können.

Wie überrascht waren wir, als wir um die Mittagszeit ankamen und sahen, dass der Platz ziemlich voll war. Am Moselufer war so gut wie nichts mehr frei und auch in der zweiten Reihe war schon alles voll. In der ersten Reihe waren noch einige Plätze frei, die aber recht weit zu den Stromanschlüssen waren. Glücklicherweise fuhren dann aus der 1. Reihe 2 Wohnmobile, die hintereinander standen, weg und so konnten wir uns auch dort hinstellen und hatten nur einen kurzen Weg zur Stromversorgung.

Nachdem wir also unseren Platz gefunden hatten, richteten wir uns ein. Das heißt, Markise raus, Stühle unter die Markise, Sonnenschutz an der Markise anbringen usw. Allerdings war es trotz Sonnenschutz unter der Markise so heiß, dass wir uns lieber auf die andere Seit des Wohnmobils in den Schatten setzten.

Von unseren bisherigen Aufenthalten waren wir es gewohnt, dass gegen 16 Uhr „Manni“, der Platzwart, zum kassieren kam und auch ein Schwätzchen hielt usw.. Als er gegen 17 Uhr auch noch nicht kam, vermuteten wir, dass er vielleicht in Urlaub ist. Deshalb ging ich zum Bezahlautomat um die Stellplatzgebühr zu zahlen.

Hier fand ich dann auch die Erklärung dafür, dass Manni nicht kam. Manni war vor kurzem verstorben im jugendlichen Alter von nur 59 Jahren. Wir waren zutiefst überrascht und auch bestürzt.

Am nächsten Tag hielten wir uns nur beim Wohnmobil auf denn es war heiß. Ich hatte vor mit dem Klappprad noch eine Runde zu drehen, aber es war mir einfach zu heiß. Am späten Nachmittag lernten wir dann eine junge Frau kennen, die zum kassieren kam. Wir unterhielten uns natürlich auch über Manni und erfuhren, dass am kommenden Donnerstag die Beisetzung sei.

Für den kommenden Dienstag war die Wettervorhersage schlecht. lt. Wetterapp. sollte es den ganzen Tag über verteilt Gewitter geben. Na ja, warten wir es ab. Nach dem Frühstück machten wir einen Spaziergang durch den Ort.

Es war überwiegend sonnig mit ein paar Wölkchen. Erst gegen Mittag zog es ich etwas zu und es tröpfelte ein wenig. Am Abend gab es ein kleines Gewitter mit etwas Regen. Danach war es die ganze Nacht ruhig.

Am Mittwoch war es wieder sonnig mit etwas Wolken. Manche dieser Wolken verhießen etwas Regen, aber es blieb trocken. Heute gingen wir in das gegenüber dem Stellplatz liegende Hotel Pohl essen. Danach hielten wir uns überwiegend am Wohnmobil auf.

Am folgenden Tag hatten wir vor in Kröv im Römerkeller zu essen.

Wir gingen also zu Fuß durch die Weinberge nach Kröv. Der Weg ging durch die Weinberge und die reifen Weintrauben bettelten förmlich geerntet u werden.

Wir gingen direkt zum Weinhaus Beth, das wir von der Frühjahrstour noch bestens in Erinnerung hatten. Vor dem Weinhaus Beth stand die Bedienung und wir sagten Ihr, dass wir gerne essen würden. Dann kam die Enttäuschung, denn es wurde erst ab 17:00 geöffnet. Leider traf dies auch auf die anderen Lokale zu. Auch die Eisdiele, die angeblich das beste Eis herstellt, hatte Donnerstags Ruhetag. Nur ein kleines Café direkt am Moselparkplatz hatte geöffnet und bot Kleinigkeiten zum Essen an. Wir nahmen Platz und bestellten uns einen „strammen Max“ bzw. einen „Toast Hawai“. Beide Gerichte schmeckten uns hervorragend und sind wirklich zu empfehlen.

Zurück wollten wir eigentlich mit dem Linienbus fahren. Doch bevor wir an der Haltestelle waren – der Bus war schon auf ca. 10m in Sichtweite, fuhr der Bus ab. Wir gingen also zu Fuß bis zur Haltestelle am Schwimmbad, schauten uns nochmal den Fahrplan an, und entschieden uns zu Fuß wieder zurück zu gehen.

Die Traubenlese hat begonnen und wir sahen überall die Winzer in den Weinbergen bei der Traubenernte, zum Teil noch von Hand vielfach aber auch maschinell.

Gegen 14:00 waren wir wieder zurück auf unserem Stellplatz. Heute Nachmittag war die Bestattung des bisherigen Platzwartes auf dem Friedhof gegenüber dem Stellplatz. Viele Wohnmobilisten gingen mit in die Kirche und nahmen anschließend an der Bestattung teil. Auch wir gingen mit zum Friedhof.

Freitags machten wir es uns zunächst am Wohnmobil gemütlich. Am Nachmittag gingen wir nach Lösnich zur neuen Weinstube Kiebel. Es wurde u.a. Zwiebelkuchen und Federweißer angeboten. Wir bestellten uns jeder ein Stück Zwiebelkuchen und Wasser bzw. ein alkoholfreies Bier dazu. Zurück gingen wir wieder zu Fuß und sahen an der Brücke in Kindel diese Figur.

Sucellus, Gallo-Römischer Schutzgott der Winzer und Kuefer

Während unseres Spazierganges an der Mosel entlang ergaben sich auch schöne Ansichten auf die Kinheimer Seite.

Als wir zurück waren, war unser belgischer Nachbar, den wir auch schon zum 3. Mal in Kinheim trafen, mit seinem E-Fahrrad beschäftigt. Er fragte mich, ob ich es mal ausprobieren wolle. und gab mir sein E-Fahrrad zum Testen. Ich habe ja nur ein einfaches Klapprad dabei. Ich fuhr also mit dem Elektrorad meines Nachbarn eine Runde am Stellplatz entlang und war nach wenigen Metern schon sehr schnell unterwegs. Ich war von der Leistungsfähigkeit dieses Elektrorades begeistert, würde es mir aber trotzdem nicht zulegen, da meine Frau kein Fahrrad fährt und ich alleine keine Lust dazu habe.

Da wir am nächsten Morgen abfahren wollen, packte ich unsere Sachen zusammen und verstaute alles schon im Wohnmobil.

Am nächsten Morgen verabschiedeten wir uns noch mit dem Versprechen, dass wir uns in Kinheim wieder treffen und fuhren dann nach Daun.