Skip to content

Einbau einer 2. Bordbatterie

Damit ich auch mal einige Tage auf einem Platz ohne Stromanschluß stehen kann, wollte ich eine 2. Wohnraumbatterie installieren. Bisher hatte ich eine Banner mit 95 Ah als Wohnraumbatterie, diese wollte ich auch mit einer weiteren Banner 95 Ah erweitern. Leider gab es diese Batterie nicht mehr und ich habe deshalb eine Exide mit 95 Ah gekauft. Im Internet bei Battereien-Billiger für 178 Euro incl. Pfand und Versandtkosten. Bei meinem Wohnmobilhändler sollte ich dafür fast 100 Euro (ohne Einbau) mehr zahlen.

Damit die Batterie eingebaut werden kann, muß der Beifahrersitz demontiert werden. Mit 6 Schrauben und dem Ausstecken des Kabel für die Sicherheitsgurtanzeige war dies recht schnell erledigt.

Die Batterie wurde in den dafür vorgesehenen Platz gestellt und mit 2 10 qmm Querschnittkabeln verbunden. Plus an Plus und Minus an Minus. Die Anlage wurde kontrolliert, alles war bestens.

Der Beifahrersitz wurde wieder auf die Führungsschienen gesetzt und die vorderen Schrauben eingesetzt. Um die hinteren Schrauben einzusetzen mußte der Sitz nach vorne geschoben werden und damit begann die Katastrophe.

Mit dem Verschieben des Sitzes berührte eine Metallasche an der Sitzschiene den Pluspol der neuen Batterie und es kam ztu einem Kurzschluß. Es entwickelte sich ein Schmorbrand auf den Masseleitungen wobei die ganze Isolierung der Leitungen zerstört wurde. Der Schmorbrand hörte erst auf nach dem ich den Sitz wieder zurückgeschoben habe. Gott sei Dank funktionieren noch alle Systeme unter 12 V. Ob auch bei 230 Volt alles funktioniert ist noch offen.

Es blieb mir nun nichts anderes übrig, als den Wagen in die Werkstatt zu bringen. Ein Mitarbeiter schaute sich den Schaden an und gab mir nach einigem Hin und Her eine Reparaturzeit von etwa 1 Woche an. Im Reparaturauftrag stand der nächste Freitag als Rückgabetermin.
Er fragte mich noch, was passieren würde wenn es länger – evtl. August oder September – werden würde bis der Wagen fertig ist. Darauf sagte ich ihm, dass ich dann in Zukunft die Werkstatt wechseln würde; ich hätte schließlich den Wagen hier gekauft und auch bar bezahlt und erwarte dementsprechend auch einen entsprechenden Kundenservice. Am darauffolgenden Mittwoch rief mich der Werkstattleiter an und bat mich noch mal vorbeizukommen. Man hatte den Wagen soweit auseinandergenommen, dass die verbrannten Masseleitungen offen lagen und auch die in Mitleidenschaft gezogenen benachbarten Kabel zu sehen waren. Der Wagen war so auseinander genommen, dass ich ihn nicht mehr wegfahren konnte. Wie es weiter ging, könnt
Ihr in meiner Beurteilung der Werkstatt lesen.

Jetzt, etwa 3 Monate weiter, habe ich mein Wohnmobil aus der Werkstatt zurückbekommen. Die Kabel wurden erneuert (nicht nur das Massekabel, sondern auch die nebenher laufenden angeschmorten Kabel); es wurden 2 neue Batterien eingesetzt ( die vorhandenen Batterien seien durch den Kurzschluß zerstört ) der EBL wurde ebenfalls erneuert, da dieser im Hinblick auf die 230 Volt Verteilung beschädigt war.Alles in allem hat mich diese Erfahrung folgendes gekostet:
1. selbst gekaufte Batterie                                                      178,– Euro
2. Selbstbeteiligung an der Teilkaskoversicherung                  150,– Euro

Die Rechnung der Werkstatt belief sich auf  rd. 3500 Euro, die außer der  Selbstbeteiligung von meiner Versicherung übernommen wurde.

Fazit:
Nicht immer  ist der elektrische Teil eines Umbaus die Schwierigkeit, sondern der mechanische Teil.

 

 

Comment Header